Hoferlebnisse

Zukehren“: Hofleben Mit-Erleben

Bäurinnen und Bauern. Ein Imker. Eine Geschichtenerzählerin. Eine Kräuter Fee. Ein Nachtwächter. Allesamt auf ihrem Gebiet faszinierende ExpertInnen.
Die es mit Hingabe und Leidenschaft verstehen, das Wissen und die Fertigkeiten der Landbewirtschaftung und Produktveredelung von Generationen zu bewahren, weiterzugeben und damit auch neue Wege für die Zukunft aufzuzeigen.
Mit einem Bekenntnis für Entschleunigung, Regionalität, Nachhaltigkeit und Authentizität.
Begleite sie dabei auf einem Stück ihres Weges.
Hoferlebnisse am Höfe Trail. Nah am Leben.

Beachte: die Hofleute der Höfe Trail-Partner nehmen sich gerne Zeit für Dich, jedoch nicht immer und jederzeit, da ihre Arbeit am Hof dies nicht zulässt.

Bitte informiere Dich beim Tourismusverband Osttirol oder über das offizielle Höfe Trail Buchungscenter, wann Du „zukehren“ kannst und buche so Dein Hoferlebnis!

Die Hoferlebnisse sind nur nach Voranmeldung und zu den vorgesehenen Terminen möglich. Aus Respekt vor der Privatsphäre des Einzelnen und für ein nachhaltiges Miteinander entlang des Trails!

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Kartitscher Kulturgeschichten

Eine Geschichtenerzählerin im besten Sinn: Tauche mit Anna Kollreider in die spannende Geschichte des Bergdorfes Kartitsch ein.

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Sie weiß viel zu berichten über Kartitsch und insbesondere das idyllische Bergdorf St. Oswald: Anna Kollreider. Die Mesnerin, Bäuerin und pensionierte Lehrerin der Landwirtschaftsschule LLA-Lienz hat sich nicht nur intensiv mit der Geschichte ihres Heimatdorfes auseinandergesetzt, sondern verfügt auch über die natürliche Gabe, darüber spannend zu erzählen. Und was es alles über St. Oswald, das so malerisch am Eingang des Osttiroler Gailtales weithin sichtbar über dem Pustertal thront, zu berichten gibt! Mythen, Legenden, große Ereignisse, kleine Anekdoten und erst kürzlich Geschehenes. Tauche mit Anna auf einem Dorfrundgang durch St. Oswald in die versunkenen Welten dieses Hochgebirgstales ein und lass Dich von ihren Geschichten verzaubern.

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In Zeichen der Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Wirtschaften in seiner natürlichsten Form: Mit Brigitte Außerlechner auf Erkundungstour am faszinierenden Joasa Hof in Kartitsch.

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Nachhaltigkeit ist in Zeiten wie diesen ein viel strapazierter Begriff. Viele reden darüber, aber Wenige handeln mit so viel Hingabe wie Brigitte und Andreas Außerlechner am Joasa Hof in Kartitsch. Dabei haben sie nachhaltiges Wirtschaften nicht neu erfunden, sondern leben einfach dessen ursprünglichste Form, die bäuerliche Kreislaufwirtschaft. So wurde aus dem Joasa Hof, einem Bio- und Demeter zertifizierten Bergbauernhof, eine faszinierende Insel im Strom der Zeit. Erkunde mit Brigitte diese Insel und lass Dich überraschen, was auf dieser Erkundungstour alles auf Dich wartet: Versuche Dich an alten Techniken, wie das Korngarben binden, oder sammle mit ihr Beeren im Wald oder in ihrem idyllischen Bauerngartl. Und natürlich darf auch die Verkostung der hofeigenen Produkte nicht fehlen, wie der weithin berühmte Joasa Hof Käse, denn Brigitte ist auch ausgebildete Käse-Sommelière.

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Buttern am Niescherhof

Anja Ebner, die Bäuerin vom Niescherhof in Obertilliach zeigt wie das Buttern geht: Von der Kuh bis zur fertigen Bauernbutter.

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Altes Wissen für neue Zeiten! Anja Ebner vom Niescherhof hat – wie übrigens auch ihr Bruder vom Oswalderhof – immer großen Wert darauf gelegt, dass das alte, von Generation zu Generation weitergegebene, bäuerliche Wissen erhalten und lebendig bleibt. Dabei hat sie dieses behutsam an die neuen Zeiten angepasst, sich dabei auf das Buttern spezialisiert und dies fast schon zu einer Kunst weiterentwickelt. Denn ihre Bauernbutter ist ein sensationelles Naturprodukt und wer einmal von ihr gekostet hat, will keine andere mehr! Kein Wunder, stehen die Kühe doch nebenan im Stall und haben sich ihr Lebtag lang silofrei ernährt. Nach dem Melken geht die Milch in die Zentrifuge, dann wird der Rahm mit der Hand bis zur Butter geschlagen und mit einem kunstvollen Butterstöckl geformt. Schließ dich für ein paar Stunden Anja beim Buttern an, koste von der Buttermilch und nimm deine eigene Butter mit. Denn Naturprodukte wie diese sind heute schon wahre Schätze.

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Kasn am Oswalderhof

Hans und Viktoria Obererlacher, die Bauersleut vom Oswalderhof in Obertilliach, haben sich dem Kas´n in seiner reinsten Form verschrieben: Von der Wiese auf den Teller.

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Wie seine Schwester Anja Ebner vom benachbarten Niescherhof lebt Hans am Oswalderhof die Philosophie, mit altem bäuerlichem Wissen neue Wege zu eröffnen. So hat sich Hans auf die Veredelung von Milchproduktion spezialisiert. Und das in der natürlichsten Form: Denn die Kühe vom Hans sind immer draußen! So wird auf der Weide gemolken und die Milch dann direkt am Hof veredelt. Also am kürzesten Weg von der Wiese auf den Teller. „Gras, Kuh, Milch, Kas“ nennt Hans sein Prinzip mit typisch trockenem Obertilliacher Humor. Wie übrigens Alles so einleuchtend klingt, das Dir Hans und Viktoria an diesem Nachmittag näherbringen. Ein Nachmittag, der mit einem Rundgang durch den stolzen Oswalderhof beginnt und in der gemeinsamen Milchverarbeitung und Weichkäse-Herstellung gipfelt. Mit Leichtigkeit, Hingabe und ein wenig Stolz, wie es eben die ganz besondere Art von Hans und Viktoria ist. Und ihren Stolz kannst Du beim Verkosten Eures gemeinsamen Werkes, dem fertigen Weichkäse, teilen! Den darfst Du dann beim Abschied vom Oswalderhof natürlich auch gerne mitnehmen.

 
 

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Goaß einstallen

Ein Dorfidyll mit Köpfchen: Die tägliche „Tillga“ Ziegenwanderung.

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Was für eine Idylle stellt doch das Bergdorf Obertilliach dar: Dicht an dicht schmiegen sich Jahrhunderte alte, von der Sonne dunkel gefärbte Holzhöfe und Futterhäuser aneinander. Und zweimal am Tag – in der Früh und am späten Nachmittag ̶ erfüllt das helle Klingeln der Ziegenglocken die engen Gassen. Wenn nämlich die „Kutte“ – die Ziegenherde – auf die Weide und dann wieder in den Stall getrieben wird. Ein Idyll, das klug und zukunftsweisend ist. Denn die Bewirtschaftung der Weiden, die allesamt außerhalb liegen, hat im eng verbauten Dorf ein ausgeklügeltes System entstehen lassen: die tägliche, gemeinsame Ziegenwanderung durchs Dorf, zwischen Hof und Weide hin und her. Denn so bekommen die Ziegen täglich Bewegung, Luft, Licht und frisches Futter. Wodurch so ganz nebenbei – und ganz ohne klimaschädliche Emissionen ̶ ein hochwertiges Naturprodukt, der Obertilliacher Ziegenkäse, produziert werden kann. Am Messenbacher Hof wird noch heute diese Wirtschaftsweise praktiziert und die Bauersleut Maria und Harald Mitterdorfer laden dich ein, einmal die Ziegen von der Weide durchs Dorf heim zu begleiten.

©TVB Osttirol/Medialounge/Fotowerk Aichner

Der Nachtwächter von Obertilliach

Unterwegs mit Helmut Egartner, Österreichs einzigem aktiven Nachtwächter, durch das nächtliche Obertilliach.

Was einst durch ein Ärgernis notwendig wurde, hat Obertilliach heute zu einiger Berühmtheit verholfen: Die enge Bauweise des Dorfkernes war ein Garant, um im Mittelalter die Angriffe der lästigen Nachbarn aus dem benachbarten Cadore (Norditalien) besser abwehren zu können. Durch eine bedachtsame Dorfpolitik bis heute erhalten, fasziniert das malerische Dorfbild dieser Tage nicht nur Besucher, sondern auch Filmregisseure (ja, auch ein James Bond-Film wurde hier gedreht). Eine Bauweise, die aber auch Gefahren, wie das Feuer, mit sich bringt. Hatten die Nachtwächter früher vor den Angreifern gewarnt, so hielten sie später nach Feuer Ausschau. Wie heute noch Helmut Egartner, Österreichs einziger aktiver Nachtwächter. Zweimal die Woche dreht er noch seine Runden, ausgestattet mit Laterne, Hellebarde, Lodenmantel und Eisen an den Schuhen und stimmt dabei das berühmte Nachtwächterlied an. Begleite Helmut auf seinem nächtlichen Rundgang, lausche seinen Geschichten und hilf ihm bei der Arbeit. Denn erst kürzlich hat er wieder einen Kaminbrand früh genug erkannt.

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Zu den Bienen

Willkommen in der Welt von Josef Schmidhofer, dem Imker in Untertilliach.

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Wenn aus einem Beruf Berufung wird: Für Wenige trifft diese Aussage so treffend zu, wie für Josef Schmidhofer. Seit vielen Jahren übt er den Beruf des Imkers im Vollerwerb aus und hat dabei seine Arbeitsweise immer mehr mit dem Charakter des Tales verschmolzen: ruhig, gelassen und entspannt, im Einklang mit der Natur und seinen Bienenvölkern. Ausgestattet mit seinem reichen Erfahrungsschatz liest Josef die Landschaft und das Wetter mit dem Auge der Biene und weiß im Jahreskreis stets um den richtigen Zeitpunkt und Ort seines Tuns. Und das Ergebnis? Das musst du selber schmecken! Worte können seinem Wiesenhonig, Waldhonig oder Almrosenhonig nicht gerecht werden. Folge daher Josef in sein Reich der Bienen, beobachte ihn bei seiner Arbeit, lege selbst Hand an (natürlich mit spezieller Schutzkleidung) und koste von seinem Honig, einer wahren Speise der Götter.

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Im Wildkräutergarten

Ein kleiner Garten Eden: Tauche ein in das duftende Paradies des Wildkräutergartens von Iris Meyer in Untertilliach.

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Schon die ersten Worte der Begrüßung verraten es: Unsere Gastgeberin Iris ist keine gebürtige Osttirolerin. Die Urtümlichkeit und die großartige Natur dieses Tales sowie die Liebe zum Land haben sie in das kleine Untertilliach verschlagen. Und diese neue Heimat, mit ihrer einzigartigen Harmonie aus bergbäuerlicher Kulturlandschaft und unberührter Natur, hat bei ihr dann das Interesse für Wildkräuter, die hier allerorts wachsen, geweckt. Mit Neugierde und Leidenschaft wurde Iris über die Jahre nicht nur zu einer ausgewiesenen Wildkräuterexpertin, sondern sie hat sich mit dem Kräutergarten und der Wildkräutermanufaktur auch ihr eigenes kleines Paradies geschaffen. Halte bei ihr Rast und tauche ein in diesen kleinen, wohl duftenden Garten Eden. Ihr Wissen über die faszinierende Welt der Wildkräuter wird Dich inspirieren und bevor Du dieses Idyll wieder verlässt, wird Dich die herrliche Wildkräuterjause für den Weiterweg stärken.

©TVB Osttirol / Leiter Peter

Das eigene Brot backen

Karin und Anton Auer vom Untererschbaumer Hof halten die Tradition des Weilers Eggen hoch: Sie backen mit Dir das eigene Bauernbrot.

Der kleine Weiler Eggen bei Untertilliach war einst die Kornkammer des Lesachtales. Eine Kornkammer, aus der sich über Jahrhunderte eine ausgeklügelte, nachhaltige Kreislaufwirtschaft entwickelt hat: In harter Arbeit wurden auf den steilen Hängen Hafer, Gerste und Weizen angebaut. Dazu hatte jeder Bauer am Hof einen eigenen Kornkasten, wo das Getreide eingelagert und eine eigene Mühle am Eggenbach, wo das Getreide zu feinem Mehl gemahlen wurde. Und natürlich einen gemauerten Holzofen, in dem dann nach uraltem Rezept ein ganz besonderes Bauernbrot gebacken wurde. Auf dem Untererschbaumer Hof wird diese Tradition noch aufrechterhalten und mit Leben erfüllt. Die Bauersleute Karin und Anton Auer werden Dich in die hohe Kunst des Brotbackens einweihen. Und wenn einmal der himmlische Duft des frischen Brotes die gemütliche Bauernstube erfüllt, ist es dann Zeit, dieses gemeinsam zu verkosten. Am besten gleich mit einer herzhaften Jause aus hofeigenen Produkten und wer mag, mit einem Schnapserl.